„Blitzende Satire musikalisch verpackt“ – Mannheimer Morgen über Wortfront im Palü in Seckenheim

Im November 2012 durften wir das Jubiläumsjahr „10 Jahre Palü“ beschließen – auf der Kleinkunstbühne Palü in Mannheim-Seckenheim, gut ein Jahr nach Hockenheim. Zu fünft auf der Bühne: Sandra Kreisler, Roger Stein und Band mit Geige, Cello und Schlagzeug. Hartwig Trinkaus schrieb darüber im Mannheimer Morgen unter dem Titel „Blitzende Satire musikalisch verpackt“.

Wortfront auf der Bühne des Palü: Roger Stein am Klavier, Sandra Kreisler in der Mitte am Mikrofon, rechts Cello, Schlagzeug und Geige hinter Kerzenleuchtern, im Vordergrund Publikum
Wortfront im Palü in Seckenheim – Bild: Schwetasch

„Zum Abschluss seines Jubiläums ‚10 Jahre Palü‘ […] konnte er eine Perle präsentieren: die Gruppe ‚Wortfront‘.“

Hartwig Trinkaus, Mannheimer Morgen, 19. November 2012

Gemeint ist Palü-Chef Andreas Hässler, der nach der Vorstellung zufrieden war. Der Kritiker beschreibt Rogers Kompositionen, die Kammermusik mit Pop, Rock und Hip-Hop verbinden – „sogar Dreivierteltakt und Volksmusik machen keine Probleme“ –, und Sandras Weg vom literarischen Kabarett ihrer Eltern Topsy Küppers und Georg Kreisler zu einer fundierten klassischen Gesangsausbildung. Sandra hatte zu Beginn angekündigt: „Sie werden keine Schublade für uns finden.“ Mit zunehmendem Konzert, so die Kritik, wurde klar, dass das gar nicht nötig ist.

„Denn die Lieder von ‚Wortfront‘ sind eben nicht nur Lieder. Sie sind Botschaften, Momentaufnahmen, Milieustudien und Aufforderungen, geben Hinweise, beinhalten Aufrufe und viel Meinung.“

Hartwig Trinkaus, Mannheimer Morgen, 19. November 2012

Unsere Texte pendelten zwischen Andeutung und „ätzender Deutlichkeit“, brächen Tabus und ließen, um deutlich zu machen, auch mal bewusst den Respekt vermissen. Vom gerappten Sommerhit bis zur erdrückenden Ballade reichte die Spanne – „oft bissig, aber auch witzig. Und wenn schon Witz, dann scharfsichtig“.

„Sandra Kreisler, Roger Stein und Band boten ein Programm, das weitab vom Comedy-Müll, echt, direkt und beeindruckend war, voll Kraft und Virtuosität.“

Hartwig Trinkaus, Mannheimer Morgen, 19. November 2012

Danke, Palü – und herzlichen Glückwunsch zu zehn Jahren Kleinkunst!

Quelle: Hartwig Trinkaus, „Blitzende Satire musikalisch verpackt“, Mannheimer Morgen (Rhein-Neckar), 19. November 2012. Bild: Schwetasch.

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