Sandra Kreisler sitzt im roten Bühnenlicht vor dem Flügel

Zeitlose Schelte – Soester Anzeiger

Am Ostersamstag 2010 trat Sandra Kreisler im Alten Schlachthof in Soest auf. Der Vorverkauf war schleppend gelaufen, rund fünfzig Gäste kamen – darunter Fans, die eigens aus Stuttgart und München angereist waren. Der Soester Anzeiger berichtete unter dem Titel „Zeitlose Schelte“.

Der Abend stand im Zeichen der Verbeugung vor den Großen des Wiener Chansons, allen voran vor ihrem Vater Georg Kreisler. Begleitet wurde sie nur von Jochem Hochstenbach, Kapellmeister am Badischen Staatstheater Karlsruhe, auf einer spärlich, aber wirkungsvoll ausgeleuchteten Bühne. Auf dem Programm standen unter anderem „Der General“ und „Kleine Männer mit riesengroßer Macht“ – und aus der Wortfront-CD „Die Klofrau vom Kanzleramt“, die sie mit Kopftuch und strickend am Bühnenrand gab.

Denn Kreisler dominiert Bühne und Saal mit ihrer Ausstrahlung, so dass jegliches Bühnenbild nur noch Staffage wäre.

Soester Anzeiger

Mit ihrer tiefen, rauchigen Stimme sang sie die Stücke nicht nur – sie interpretierte sie und füllte sie mit Leben.

Soester Anzeiger, 6. April 2010

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Foto: Bunte

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