Roger Stein und Sandra Kreisler singen einander mit Mikrofonen zu, vor rotem Vorhang

„Widersprüchliche Wortspielereien“ – Kieler Nachrichten über „Von vorn mit Anlauf“ im Lutterbeker

Im April 2008 waren wir wieder im Lutterbeker bei Kiel – ein gutes halbes Jahr nach unserem ersten Konzert dort, diesmal mit dem neuen Programm „Von vorn mit Anlauf“ und wieder mit Rouven Schirmer am Cello und Johannes Krampen an der Geige. Beate Jänicke schrieb darüber in den Kieler Nachrichten eine Kritik mit gemischten Gefühlen: „Widersprüchliche Wortspielereien“.

Roger Stein und Sandra Kreisler singen einander mit Mikrofonen zu, vor rotem Vorhang
Roger und Sandra im Lutterbeker – Foto: Schaller

„Zwei Streicher weben mit fliegenden Bögen einen fulminanten Klangteppich (Cello: Rouven Schirmer; Geige: Johannes Krampen), dazu klingt poppiges Beiwerk aus dem Laptop.“

Beate Jänicke, Kieler Nachrichten, 21. April 2008

Gleich der Titelsong des neuen Programms nehme ohne „mildernde Distanz“ den von Familie, Beruf und Gesellschaft verformten Menschen ins Visier – für sie ein spannendes Thema, aber auch ein schmaler Grat. Roger und Sandra, die Tochter von Georg Kreisler, stürzten sich „mit viel Verve“ in Lieder zwischen Pop, Chanson und HipHop-inspiriertem Sprechgesang, mit Titeln von „Lieder eines postmodernen Arschlochs“ wie neueren Sachen. Nicht alles hat sie überzeugt: „Sommerkind“ war ihr zu banal – beeindruckt war sie dagegen von den „kraftvollen, glasharten Reimen“ in „Kein Beweis“, das Sandra „schneidend“ rappt.

„Immerhin: Die zweite Hälfte des Konzerts fällt weit überzeugender aus als die erste. Da wird das Schwere auch mal leicht verhandelt, und das Leichte wirkt nicht seicht.“

Beate Jänicke, Kieler Nachrichten, 21. April 2008

Und bei der Zugabe gab es mit einem „fantastischen Geigensolo“ von Johannes noch eine Schippe drauf. Ihr Fazit: „Am Ende ein widersprüchlicher Eindruck und jede Menge Applaus.“ Mit beidem können wir gut leben.

Kieler Nachrichten (kn-online), 21. April 2008: „Widersprüchliche Wortspielereien“ von Beate Jänicke.

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