„Ins Herz des urbanen Lebens“ – Kieler Nachrichten über unser Konzert im Lutterbeker
Drei Tage nach der Ankündigung erschien in den Kieler Nachrichten die Kritik zu unserem Konzert im Lutterbeker am 8. September 2007. Henrik Drüner war dabei und hat genau hingeschaut – und hingehört.

„Im dicht gedrängten Lutterbeker loteten Sandra Kreisler und Roger Stein mit ihrer Band Wortfront in zwei Stunden sämtliche Extreme aus und gingen bezüglich Anspruch, Inhalt und Wirkung auf eine furiose Berg- und Talfahrt.“
Henrik Drüner, Kieler Nachrichten, 10. September 2007
In dunklen Trenchcoats standen wir auf der Bühne, begleitet von Rouven Schirmer am Cello und Johannes Krampen an der Geige. Gesang, Klavier, Streicher und Laptop nennt er „eine höchst ungewöhnliche Besetzung“. Er beschreibt, wie Sandra – die Tochter von Georg Kreisler – und Roger die Reimkultur der Rap-Musik nutzen, und wie das „Postmoderne Arschloch“ das Missverhältnis zwischen beruflicher Selbstverwirklichung und Überlebenskampf am Arbeitsmarkt freilegt. Lieder wie „Sommerkind“ oder „Herbstmanöver“ wirkten auf ihn eindringlicher als die Stücke mit Beats und Samples aus der Konserve, und bei den ruhigen Songs komme Rogers „sonore Stimme besser zur Geltung“.
Auch ein paar Live-Premieren vom kommenden Album „Von vorn mit Anlauf“ gab es an diesem Abend. Sie zeigten ihm „die zwei Gesichter der Kreisler“ – mal intim und beinahe schüchtern, mal „mit scharfer und giftiger Zunge“. Nicht alles hat ihm gefallen: Bei „Alles nur Schwanzersatz“, „Marie, in deiner Haut will niemand stecken“ und „Stirb, bevor’s zu spät ist“ fand er das Niveau „leicht unter der Gürtellinie“. Umso mehr freut uns sein Fazit:
„Ein klarer Widerspruch zur allgegenwärtigen Comedy-Übersättigung, ein klares Ja zum Leben. Das Publikum im Lutterbeker ist begeistert.“
Henrik Drüner, Kieler Nachrichten, 10. September 2007
Kieler Nachrichten, 10. September 2007: „Ins Herz des urbanen Lebens – Wortfront schufen im Lutterbeker eine innovative, teils heterogene Klangcollage“ von Henrik Drüner.


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