„Klofrau im Kanzleramt“ – Main-Post über Wortfront im Bockshorn Würzburg
Im Januar 2010 waren wir mit unserer „Freilandtour“ im Bockshorn in Würzburg zu Gast – zu fünft: Sandra und Roger Stein, dazu Kinneret Sieradzky an der Geige, Ulrich Maiss an Cello und Basscello und Paolo Eleodori am Schlagzeug. Die Main-Post schrieb über unseren Auftritt unter der Überschrift „Klofrau im Kanzleramt“.

„Geistreich und frech, inhaltsschwer und albern: Die Musik der Gruppe ‚Wortfront‘ kennt keine Genregrenzen und passt in keine Schublade.“
Main-Post, 24. Januar 2010
Ehrlich vermerkt die Kritik, dass an diesem Abend einige Stühle leer blieben – „Leider!“, schreibt sie dazu. Denn: „Die Kraft der Texte, die Intensität ihrer Vertonung sowie die gesangliche Umsetzung gebietet aktives Zuhören und bietet außergewöhnlichen Hörgenuss.“ Wer da war, hat also etwas gehört.
Über Roger heißt es, im Laufe des Konzerts werde klar, „dass hier ein umfassend begabter, ebenso sensibler wie witziger Autor und Komponist seine Finger im Spiel hat – auch als bewegter Mann am Klavier!“ Er parodiere „mit Bravour seinen verborgenen Hang zur ‚Volksmusik‘“ – unsere Volxmusik – und spüre im Sommerkind „Dimensionen behinderter Wahrnehmung auf, die den ‚Normalen‘ verloren gegangen sind“.
Sandra, die Tochter von Georg Kreisler und Topsy Küppers, „watscht das postmoderne Arschloch ab“ und lässt die Klofrau im Kanzleramt im Tango-Takt sinnieren: „Kanzler kommen und gehen, doch die Scheiße bleibt immer die gleiche!“ Anrührend zärtlich besinge sie das kleine Leben von „Sonja“, um kurz darauf im Hass gegen die Typen zu explodieren, die solches zerstören.
„Der Deutsche Ulrich Maiss beherrscht die größeren Streichinstrumente mit der gleichen Perfektion wie die Israelin Kinneret Sieradzky ihre Geige singen lässt. Am Schlagzeug wechselt Paolo Eleodori mit südländischem Temperament Anschlag und Tempo – un Italiano vero, wahrlich ein echter Italiener!“
Main-Post, 24. Januar 2010
Und zum Schluss: „‚Wortfront‘ ist international besetzt, in Berlin wahlbeheimatet und von außerordentlicher künstlerischer Präsenz.“
Schon 2006 hatte die Main-Post über uns im Bockshorn geschrieben – hier die Kritik „Söldner der Gegenwart“. Im selben Monat waren wir auf derselben Tour auch in Konstanz – hier die Kritik des Südkuriers.
Danke, Würzburg!
Main-Post, Sonntag, 24. Januar 2010: „Klofrau im Kanzleramt“ (Archivausdruck).

