„Schweizer Beobachter“ – DIE RHEINPFALZ über mein Konzert bei der Reblaus in Neustadt-Haardt

Am Samstag, 22. November 2025, war ich mit meinem Programm „Alles vor dem Aber … ist egal“ zu Gast beim Neustadter Kleinkunstverein Reblaus – im fast vollbesetzten Café Mandelring in Haardt. Zehn Jahre nach meinem ersten Auftritt in Neustadt schrieb Annegret Ries in der RHEINPFALZ vom 24. November 2025 unter dem Titel „Schweizer Beobachter“ über den Abend.

Roger Stein mit Mikrofon im Café Mandelring in Neustadt-Haardt
Im Café Mandelring – Foto: Annegret Ries

Sie beschrieb das Programm als „in einem Moment lustig, im anderen nachdenklich, mal poetisch, mal ziemlich absurd“ und zeichnete meinen Weg nach: geboren und aufgewachsen in der Schweiz, Studium in Wien, das Duo mit Sandra Kreisler, der Tochter von Georg Kreisler, die Zusammenarbeit mit Konstantin Wecker und die Texte für die Höhner. Wien höre man mir bis heute an – wenn ich spreche, komme manchmal der Wiener Dialekt durch.

Der Abend begann mit dem ruhigen Lied „Der Zug“ über eine Fahrt mit der Schmalspurbahn durch verschneite Landschaft, wie sie nur in der Schweiz möglich ist. Schon dort sei zu hören gewesen, „dass er ein hervorragender Pianist und Sänger ist“.

„Dieses hohe musikalische Niveau hielt Stein während des ganzen Programms, es war durchgehend ein Genuss, dieser Musik zuzuhören.“

DIE RHEINPFALZ, 24. November 2025

Nicht alles traf ihren Geschmack: Bei den Liedern über Beziehungen – etwa dem „Hochzeitslied“ oder „Reihenhausgesicht“ über ein Klassentreffen – fielen die Texte für sie etwas ab. Umso mehr freute sie sich über die anderen Seiten: In „Sie ist ein Sommerkind“ beschreibe ich „eindringlich“ die Situation eines Mädchens, das anders ist als die anderen, und ich könne „witzig-ironisch sein, ohne dabei den Chauvi hervorzukehren“.

Als einen der Höhepunkte nannte sie mein eigentlich schweizerdeutsches Lied „1890“ über das harte Leben der Bergbauern im Berner Oberland, das ich in Haardt auf Hochdeutsch sang, damit es alle verstehen: „Wenn man am Schluss, als das Lied mit dem typischen rufenden Gesang der Bauern im Oberland endete, die Augen schloss, konnte man für einen kurzen Moment fast glauben, in der ganz besonderen Welt der Schweizer Berge zu sein.“ Dazu kamen ein Lied über den Hang der Eidgenossen, alles zu kontrollieren, und mit „Sicherheit“ eines über den Überwachungsstaat und die Lust, in den sozialen Medien alles von sich preiszugeben – darin klinge der „Wahl-Berliner Schweizer fast etwas wie Konstantin Wecker“.

Und natürlich durfte das Titellied „Alles vor dem Aber“ nicht fehlen – bei dem ein großer Fan im Publikum mir das entscheidende „Aber“ schon vorwegnahm und in den Raum rief. Der Abend endete mit viel Beifall und mehreren Zugaben, und laut RHEINPFALZ bleibt er „überwiegend in sehr guter Erinnerung“. Herzlichen Dank an die Reblaus, das Café Mandelring und das Neustadter Publikum!

Der Artikel aus der RHEINPFALZ vom 24. November 2025 als PDF:

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