Sandra Kreisler liest am Flügel, Naoko Christ-Kato spielt Klavier

„Klang und Wort im Einklang“ – Freies Wort

Am 19. Mai 2026 war ich mit meinem Programm „Quellen des Lebens – die Kraft jüdischer Frauen“ im Oberrathaussaal in Suhl zu Gast. Am Flügel spielte Naoko Christ-Kato Klavierwerke der niederländischen Komponistin Rosy Wertheim, dazwischen las ich Gedichte jüdischer Lyrikerinnen. Rund 50 Gäste waren gekommen, und das Freie Wort, die Tageszeitung für Suhl und Südthüringen, berichtete über den Abend – mit den Eindrücken von Heidemarie Schwalbe.

Sandra Kreisler liest am Flügel, Naoko Christ-Kato spielt Klavier
Mit Naoko Christ-Kato im Oberrathaussaal Suhl (Foto: privat)

„Rund 50 Gäste erlebten am 19. Mai im Oberrathaussaal Suhl einen Abend, der Musik und Poesie zu einer eindrucksvollen, fast schwerelosen Einheit verband.“

Freies Wort, 30. Mai 2026

Die Gedichte stammten von Tamar Radzyner, Selma Meerbaum-Eisinger und Emma Kann. Sie zeugen, so die Kritik, „von weiblicher Stärke in Zeiten politischer Unsicherheit, Verfolgung und existenzieller Bedrohung“. Besonders hob Heidemarie Schwalbe die Gedichte von Tamar Radzyner hervor, die auch für meine Eltern Georg Kreisler und Topsy Küppers schrieb.

„Kreisler verlieh den Gedichten eine klare, eindringliche Stimme, die die Lebensrealitäten der Autorinnen spürbar machte und zugleich Brücken in die Gegenwart schlug. Ihre Interpretation ließ die Worte nicht nur erklingen, sondern nachhallen – als Mahnung, als Ermutigung, als lebendige Erinnerung.“

Freies Wort, 30. Mai 2026

Naoko Christ-Kato, die Rosy Wertheims lange verfemte und vergessene Klavierwerke auch auf CD eingespielt hat, beschrieb die Kritik als „ausgesprochen einfühlsame und technisch brillante Pianistin“, deren Spiel „zugleich transparent und kraftvoll“ wirkte.

„Die Verbindung von Musik und Poesie entfaltete eine besondere Intensität. Beide Kunstformen erzählten – jede auf ihre Weise – von Mut, Verletzlichkeit und Widerstandskraft.“

Freies Wort, 30. Mai 2026

Das Publikum dankte uns mit langem Applaus. Zum Abschied sangen wir als Zugabe ein jiddisches Lied – laut Kritik ein „höchst emotionaler“ Moment. Ich danke allen, die an diesem Abend dabei waren.

„Die Veranstaltung zeigte, wie kraftvoll Erinnerungskultur wirken kann, wenn sie künstlerisch sensibel gestaltet wird: nicht als Rückblick allein, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit Fragen, die uns auch heute betreffen.“

Freies Wort, 30. Mai 2026

Freies Wort, 30. Mai 2026: „Klang und Wort im Einklang – Eine ganz besondere Lesung fand vor wenigen Tagen im Oberrathaussaal in Suhl statt.“

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