„Ein Sack voller Ironie in Schweizerdeutsch“ – Badische Zeitung über mein Konzert in Grenzach
Anfang März 2024 spielte ich auf Einladung der Volkshochschule Grenzach-Wyhlen mein Programm „Was soll’s?“ im Haus der Begegnung in Grenzach – zum zweiten Mal nach meinem Auftritt im Vorjahr. Rolf Reißmann schrieb darüber in der Badischen Zeitung unter dem Titel „Ein Sack voller Ironie in Schweizerdeutsch“ – mit der Unterzeile „Mit pointierter musikalischer Untermalung nimmt Roger Stein Schweizer, Wiener und Berliner aufs Korn. Nicht plump und direkt, sondern feinsinnig.“

Der Kritiker beschrieb mich als „feinen Moralisten“: Warum plump und direkt, wenn es auch feinsinnig geht? Sämtliche Lieder seien „ein Dialog mit der Realität“ – so zum Beispiel „Alles vor dem Aber“. Es sei deshalb eigentlich kein Kabarett gewesen, sondern ein Liedernachmittag, pointiert, aber weit über alltägliche Unzufriedenheit hinausgreifend.
Mein Weg – geboren in der Schweiz, Studium in Wien, lange Jahre in Berlin – erlaubt mir Vergleiche zwischen den drei Nachbarn: Berliner seien wahnsinnig unfreundlich, meinten es aber nicht so; Wiener seien wahnsinnig freundlich, meinten es aber auch nicht so. Und auf Schwyzerdütsch kippte ich, so die Zeitung, „einen Sack voller Ironie“ über mein Heimatland aus – und traf damit ins Schwarze.
„Allein musikalisch war dieses Programm ein Knüller.“
Rolf Reißmann, Badische Zeitung
Mit dem hochwertigen Flügel im Haus der Begegnung hatte ich gutes Werkzeug zur Hand, und Tim Müller sorgte mit Licht und Ton dafür, dass das Programm „zu einem Highlight“ wurde. Etwas mehr als 100 Zuhörerinnen und Zuhörer waren gekommen; mal herrschte absolute Stille, dann wieder Lachen. Der lange Beifall führte zu drei Zugaben. Das Fazit: „Ein gelungenes Gastspiel.“
Der Artikel aus der Badischen Zeitung vom 5. März 2024:


