„Ein Herz aus Freilandhaltung“ – Main-Echo über Wortfront in der Romanfabrik Frankfurt
Im Januar 2010 waren wir auf unserer Freilandtour in der Romanfabrik in Frankfurt zu Gast – zu fünft und aus fünf Nationen: Sandra und Roger Stein, dazu Kinneret Sieradzky an der Geige, Ulrich Maiss an Cello und Basscello und Paolo Eleodori am Schlagzeug. Bettina Boyens schrieb über unseren Auftritt im Main-Echo: „Ein Herz aus Freilandhaltung – ‚Wortfront‘ mit Polit-Pop in der Romanfabrik“.

„Ihre Musik passt in keine Schublade, ihre Texte treffen magnetisch ins Schwarze, ihre fünf Musiker verbinden fünf Nationen.“
Bettina Boyens, Main-Echo, 25. Januar 2010
Sie schreibt, wir seien „bislang doch nur Insidern ein Begriff“ – und vergleicht uns mit Rainald Grebe: Bei uns gebe es „noch klare eigene Meinungen, gesellschaftspolitische Angriffe und jede Menge unverstelltes Gefühl“. Sie beschreibt, wie unser Abend begann: Sandra fragte ins Publikum, ob man uns sagen könne, welche Art von Musik wir eigentlich spielen – „denn wir wissen es selbst nicht“. Und dann kam der Tango von der Klofrau vom Kanzleramt.
Über Roger heißt es, er komponiere „von HipHop-Balladen über Agitrock im Stile Rio Reisers bis hin zu Ständchen à la Schubert alles, was die Tasten hergeben“ – und besinge ein unangepasstes Leben, in dem das „Herz aus Freilandhaltung stammt“. Ulrich verbreite mit weißer Fliege und Smoking Opernhaus-Atmosphäre, „bis er in die Saiten seines elektronischen Basscellos greift“; erwähnt wird auch, dass er schon an der Seite von Lou Reed und Laurie Anderson gespielt hat. Kinneret sei „Blickfang mit Wallemähne und treffsichere Violinistin“.
„Paolo Eleodori aus Italien ist erstmals mit im Boot und seine aufregende Percussion verleiht der manchmal sehr kopflastigen Text-Musik-Mischung die richtige Ausgewogenheit, eine warme Bodennähe, ohne dabei den kritischen Anspruch aufzugeben.“
Bettina Boyens, Main-Echo, 25. Januar 2010
„Manchmal sehr kopflastig“ – das nehmen wir gern mit. Zum Abschied spielten wir unseren Gründungssong ZeiT., und die Kritik endet mit dem Hinweis auf unser Album Freilandherz, das ab dem 19. Februar 2010 im Laden stand – „ihr letztes großes Risiko“, wie sie schreibt.
Am Tag davor hat auch die Main-Post über uns geschrieben – hier die Kritik aus dem Bockshorn Würzburg.
Danke, Frankfurt!
Main-Echo, Musik, Montag, 25. Januar 2010: „Ein Herz aus Freilandhaltung – ‚Wortfront‘ mit Polit-Pop in der Romanfabrik“ von Bettina Boyens.

