„Wir machen unser Ding“ – HNA-Interview vor unserem Konzert in Kassel
Vor unserem Konzert am 24. April 2008 im Theaterstübchen Kassel, wo wir unser neues Programm „Von vorn mit Anlauf“ vorstellten, hat uns Matthias Lohr für die HNA interviewt. Er beginnt mit dem, was Kritiker in unserem Programm so alles entdecken: Mozart, die Fantastischen Vier und Adam Green.

Es ging darum, warum Deutsche, Österreicher und Schweizer sich gegenseitig so wenig mögen – Roger: „Es klingt paradox, aber uns trennt die gemeinsame Sprache.“ –, warum wir Wien verlassen haben und warum wir uns in Berlin wohler fühlen. Sandra: „Über Wien hängt so eine riesige Glocke. Da bekommt man einen Stempel aufgedrückt, und den trägt man dann immer.“
„Ich würde sagen, wir machen aus einem E-Hintergrund einen U-Vordergrund. Musik, die heute als ernst wahrgenommen wird, war auch mal Unterhaltung. Im Barock stand sie für Sinnlichkeit, Freude und Spaß.“
Roger im HNA-Interview, 10. April 2008
Auch über Radioredakteure, die unsere Musik toll finden, aber ihrem Publikum nicht zutrauen wollen, haben wir gesprochen – und über unseren Sommersong „Schwanzersatz“, den die Plattenfirma drei Jahre zuvor wegen des Covers vom Markt genommen hatte. Seitdem gilt für uns, wie Sandra sagt:
„Was man nicht selber macht, ist nicht gut gemacht.“
Sandra im HNA-Interview, 10. April 2008
Und zum Schluss die Frage, ob man privat und beruflich trennen kann. Sandra: „Wir können es nicht trennen. Für uns hat es nur Vorteile.“ Roger: „Unsere Lieder werden schon oft erstritten. Aber so streitet man lieber über sachliche Dinge und nicht darüber, wer den Müll runterbringt.“ Im Kasten „Zu den Personen“ erinnert die HNA noch an Thomas Bernhards „beste Stimme Österreichs“, an Sandras Vater Georg Kreisler, an den Preis der deutschen Schallplattenkritik für „Lieder eines postmodernen Arschlochs“ – und an unsere beiden Hunde.
HNA, 10. April 2008: „Wir machen unser Ding – Sandra Kreisler und Roger Stein vom Duo Wortfront über ideale Konsumenten und ordinäre CD-Cover“, Interview von Matthias Lohr.

