„Herz aus Freilandhaltung“ – Main-Post über Wortfront im Erich-Kästner-Kinderdorf Oberschwarzach

Im Oktober 2013 waren wir zu zweit bei der Kästnerwoche im Erich-Kästner-Kinderdorf in Oberschwarzach zu Gast und spielten im Salon des Wiesenhofs – Sandra und Roger Stein, mit Worten, Synthesizern und vielen Soundideen. Mechthild Buck schrieb über unseren Auftritt in der Main-Post: „Herz aus Freilandhaltung – Die Wortfront GmbH gab sich gesellschaftskritisch“.

Sandra Kreisler und Roger Stein singen sich auf der Bühne mit Mikrofonen an
Sandra und Roger – Fotograf unbekannt

„Ihre Mixtur aus literarischem Cabaret-Chanson, Hip-Hop und Elektro-Pop ergänzten sie mit ihren kraftvollen satirisch-kritischen Texten. So waren tiefsinnige, bissige, ironische, humoristische aber auch mitunter melancholisch angehauchte Texte im Salon des Wiesenhofs zu hören.“

Mechthild Buck, Main-Post, 13. Oktober 2013

Sie erzählt den Abend nach: vom „Postmodernen Arschloch“ zwischen Bio-Mentalität und Profitstreben, von den „pensionierten Punks“ und von „ZeiT.“, bei dem das Ticken einer Uhr den Rhythmus vorgab, auf den Sandra den Text über genutzte und vertane Zeit rappte. Roger funktionierte einen Salzstreuer zur Rassel um, summte ins Mikrofon, nahm alles auf „und schon hatte er Akkorde und Rhythmus, um darauf zu singen“.

Für die Kinder vom Kinderdorf spielten wir „Freilandherz“, ein Lied über Heimat: „Ich muss jetzt wieder weiter, weil mein Herz aus Freilandhaltung stammt.“ Mit einer kleinen Umfrage zu Lehrern und Lehrerinnen ging es zum „Grillgedicht“, in dem Goethe und Schiller sich um eine Wurst zanken – „Goethe war nun aufgebraust, und drohte ihm mit seinem Faust“.

„Im Vordergrund der Darbietung stand jedoch die Musik.“

Mechthild Buck, Main-Post, 13. Oktober 2013

Dazu gehörte auch Rogers Tierlied über die Amöbe Ferdinand – ein Tier, das im deutschen Liederschatz bisher fehlte. Zum Schluss kam unsere Volxmusik: „Selbstironisch sangen sie, dass Wortfront mit dem Schreiben solcher Stücke subventioniert würde. Das hob die Stimmung bei den Gästen und so spielte das Duo noch einige Stücke als Zugabe.“

Schon 2010 hatte die Main-Post über uns geschrieben – hier die Kritik „Klofrau im Kanzleramt“ aus dem Bockshorn Würzburg.

Danke, Oberschwarzach!

Main-Post, Oberschwarzach · Kultur, Sonntag, 13. Oktober 2013: „Herz aus Freilandhaltung – Die Wortfront GmbH gab sich gesellschaftskritisch“ von Mechthild Buck.

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