Artikel „Flotte Ehrung für eine fesche Sängerin“ in der Nordsee-Zeitung vom 24. März 2006

Flotte Ehrung für eine fesche Sängerin – Nordsee-Zeitung

Am 23. März 2006 erhielt ich im Theater im Fischereihafen in Bremerhaven den Lale-Andersen-Preis – als vierte Preisträgerin nach Katja Ebstein, Pe Werner und Tim Fischer. Die Nordsee-Zeitung berichtete am 24. März 2006 unter dem Titel „Flotte Ehrung für eine fesche Sängerin“.

Sandra Kreisler mit Stadtrat Prof. Dr. Wolfgang Weiß und Thomas Rebstock bei der Verleihung des Lale-Andersen-Preises 2006
Mit Stadtrat Prof. Dr. Wolfgang Weiß (links) und Thomas Rebstock von der Sparkasse Bremerhaven (Foto: wgt)

Die Verleihung begann mit einer satten halben Stunde Verspätung – das Klavier musste lange gestimmt werden, und ich musste mir ja auch noch ein Gesicht anziehen. Über den Preis freute ich mich wahnsinnig. Ich erzählte vom „05“, das bis heute am Stephansdom in Wien eingeritzt ist: Während der Besatzung war es ein Zeichen des Widerstands. Es bewirkte vielleicht nicht viel, aber jeder, der ein wenig Widerstand in sich verspürte, wusste: Ich bin nicht allein.

„Genau so geht es mir jetzt. Das ist ein Preis gegen die Verpocherisierung, da wird Qualität anerkannt, und ich weiß: Ich bin nicht allein.“

Sandra Kreisler, zitiert in der Nordsee-Zeitung, 24. März 2006

Die Jury hatte befunden, ich besteche durch „Charisma, Intensität, Ausstrahlung und Humor“. Stadtrat Prof. Dr. Wolfgang Weiß erinnerte daran, dass an diesem Tag der Geburtstag der Bremerhavener Preispatronin Lale Andersen war – ihre Tochter Carmen-Litta Magnus saß vorne im Saal. Dr. Wolfgang Rumpf von Radio Bremen, ebenfalls in der Jury, würdigte, dass ich dem Chanson neue Impulse gegeben habe, gerade auch durch die Reibung an meinen Eltern, dem Kabarettisten Georg Kreisler und der Schauspielerin Topsy Küppers. Er hob die stilistische Bandbreite vom Streichquartett-Hexenkessel bis zum Salon-Hip-Hop hervor und erzählte, dass ich als TV-Moderatorin in Wien bekannt war, 2003 aber doch nach Berlin gezogen bin – „weil Berühmtheit träge macht“. Mit mir, so hieß es, sei der Andersen-Preis nun international geworden.

Thomas Rebstock vom Vorstand der Sparkasse Bremerhaven überreichte die 5000 Euro Preisgeld, die sein Institut gestiftet hatte. Danach gehörte die Bühne mir: Ich bedankte mich mit dem rasanten Opern-Boogie meines Vaters und einem nachdenklichen Song meiner damals neuen CD „Wortfront“ – und dann begann mein Konzert.

Den ganzen Artikel aus der Nordsee-Zeitung vom 24. März 2006 gibt es hier als PDF:

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