„Söldner der Gegenwart“ – Main-Post über Wortfront im Bockshorn Würzburg
Im Mai 2006 gastierten wir mit unserem Programm „Lieder eines postmodernen Arschlochs“ im Kabarett Bockshorn in Würzburg. Ulrike Wolk schrieb darüber in der Main-Post vom 15. Mai 2006 unter dem Titel „Söldner der Gegenwart“.

Die Reihen waren nur mäßig gefüllt – vielleicht, weil Wortfront damals noch nicht sehr bekannt war, vielleicht aber auch, wie Sandra vermutete, weil man in Bayern den Titel nicht schätzte (was keineswegs am Wort „postmodern“ liege). Für die Kritikerin war es trotzdem „ein bemerkenswertes Konzert“.
Sandra, die ein Jahr zuvor mit Liedern ihres Vaters Georg Kreisler in Würzburg aufgetreten war, beschrieb sie mit ihrer starken, dunklen Stimme als die eine Hälfte von Wortfront. Die andere: Roger, HipHop-Chansonnier und Songwriter, aus dessen Feder Musik und Texte stammen.
„Die Texte sind geprägt von wunderbarer Poesie, die erst dann entsteht, wenn jemand auch vor Grobem nicht zurückschreckt.“
Ulrike Wolk, Main-Post, 15. Mai 2006
Teils sarkastisch, böse und brutal kehre Roger das „postmoderne Arschloch“ nach außen – wodurch Melancholie und Zärtlichkeit umso tiefer unter die Haut gingen. Es ging um das stets um sich kreisende Individuum: als „Beifahrer der Belanglosigkeit“ oder „Söldner der Gegenwart“, oder als jemand, der gerne die Welt verbessern würde, gelähmt einzig von dem Wunsch, „Erst einen Kaffee“ haben zu wollen.
Wir boten, so Ulrike Wolk, melodiösen HipHop, durchdrungen von Nähe zur klassischen Musik. Und die beiden Streicher an Geige und Cello spielten „mit so viel Energie und Gespür, dass es eine Freude war“.
Der Artikel aus der Main-Post vom 15. Mai 2006 als PDF:

